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In diesem Blog erzähle ich dir Schritt für Schritt wie ich meine Stimme gefunden habe, und gebe dir hilfreiche Tipps & Tricks, die du direkt in deinem Alltag integrieren kannst - für eine volle und kräftige Stimme.
Der Mut zur Veränderung – und warum es wehtut, wenn’s vorwärts geht
Wer ein Stimmtraining beginnt, möchte meistens etwas verändern. Die Stimme soll freier werden, tragfähiger, klarer oder ausdrucksstärker klingen. Vielleicht soll das Singen leichter fallen oder das Sprechen selbstverständlicher werden.
Veränderung ist also häufig der eigentliche Grund, weshalb wir überhaupt beginnen zu üben.
Und trotzdem fällt Veränderung vielen Menschen schwer.
Spielen - warum wir am besten klingen, wenn wir uns im spiel verlieren
Als Kinder mussten wir nicht lernen zu spielen.
Wir taten es einfach.
Wir konnten uns stundenlang in einer Fantasiewelt verlieren, Geschichten erfinden, Rollen ausprobieren und völlig in einer Tätigkeit aufgehen. Dabei spielte es keine Rolle, wie wir wirkten oder ob wir etwas „richtig“ machten.
Wir waren einfach da.
Im Moment.
Und genau dort entstand etwas Magisches.
Wann haben wir aufgehört zu spielen?
Das Bauchgefühl - unser innerer kompass
Wie oft sagen wir:
„Ich habe aus dem Bauch heraus entschieden.“
Oder:
„Irgendetwas in mir hat mir gesagt, dass es nicht stimmt.“
Interessanterweise sprechen wir dabei fast nie vom Kopf. Wir sagen nicht: „Mein Verstand hat es gespürt.“ Sondern wir sprechen vom Bauchgefühl.
In meiner Arbeit mit Stimmen beobachte ich immer wieder, wie viele Menschen versuchen, die „richtigen" Worte zu finden. Sie überlegen, wie etwas ankommen könnte. Sie kontrollieren ihre Stimme. Sie möchten nichts Falsches sagen und möglichst alles richtig machen.
Und je mehr wir versuchen, alles richtig zu machen, desto mehr verlieren wir manchmal den Kontakt zu dem, was wir eigentlich sagen möchten.
Der Stand – wie dein stand deine Stimme beeinflusst
Stehen – etwas, das wir früh lernen und nie mehr hinterfragen.
Stehen ist eine der ersten Bewegungen, die wir als Menschen lernen. Noch bevor wir wirklich sprechen, beginnen wir aufzurichten, aufzustehen und unsere Umgebung aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen.
Dabei geschieht etwas sehr Natürliches: Wir orientieren uns an unserer Umgebung. Als Kinder übernehmen wir oft unbewusst den Stand unserer Eltern oder Bezugspersonen.
Das bedeutet: Unser Stand ist von Anfang an geprägt – nicht bewusst gewählt, sondern übernommen.
Haltung und Stimme – warum dein Körper deine Stimme beeinflusst
Unsere Körperhaltung ist etwas, das wir im Alltag oft kaum bewusst wahrnehmen. Viele Menschen verbringen heute einen grossen Teil ihrer Zeit sitzend – am Computer, im Auto oder mit dem Smartphone.
Mit der Zeit kann das dazu führen, dass sich bestimmte Spannungen im Körper aufbauen: vor allem im Nacken, in den Schultern und im Beckenbereich.
Oft entsteht dadurch eine Haltung, die sich „geschlossen“ anfühlt – mit leicht nach vorne fallenden Schultern oder einem runden oberen Rücken.It All Begins Here
Die Atmung – die Basis deiner Stimme
Die Atmung – etwas Selbstverständliches, das wir kaum bewusst wahrnehmen.
Wir atmen den ganzen Tag – automatisch, ohne darüber nachzudenken. Und genau deshalb schenken wir der Atmung oft kaum Beachtung. Dabei ist sie eine der wichtigsten Grundlagen für unsere Stimme, unseren Ausdruck und unsere Präsenz.
Viele Menschen atmen im Alltag eher flach, vor allem in den oberen Brustbereich. Diese Art der Atmung entsteht häufig durch Stress, Zeitdruck oder Anspannung. Der Körper bleibt dabei in einer Art „Bereitschaftszustand“, der uns kurzfristig leistungsfähig hält, aber langfristig die natürliche Tiefe der Atmung einschränkt.
In stressigen Situationen verändert sich unsere Atmung automatisch. Sie wird schneller, flacher und bleibt im oberen Brustraum. Das ist eine natürliche Reaktion des Körpers.
Wenn dieser Zustand jedoch zum Dauerzustand wird, verlieren wir den Kontakt zu einer tieferen, ruhigeren Atmung. Genau diese tiefe Atmung ist aber entscheidend für eine tragfähige Stimme – im Sprechen wie auch im Singen.